Der Stil der Mandalas lässt sich schwer beschreiben, denn sie verbinden akustische und elektronische Elemente gleichermaßen in ihrer Musik.
Wir dürfen vorstellen: Ramir (Gesang, Gitarre und Sampler), David (Background-Sänger, Beatbox und gute Laune) und Uris, alias JFK (Keyboard). Mehr oder weniger in Heimarbeit haben die drei mittlerweile vier LPs vorgelegt: "Things Left Unsaid" (1999), "The Golden Shore" (2003), "Hydra Rising" (2006) und "Soulstice" (2008), wobei sie in den letzteren Werken diverse Musikstile wie Soul, Pop, Folk, Funk und Psychedelia aufeinanderprallen lassen und sowohl mit elektronischen als auch akustischen Elementen präsentieren.
Wie würdet ihr eure Musik jemandem beschreiben, der sie noch nie gehört hat?
Unser Musikstil ist schwer in Worte zu fassen: Wir erzeugen rhythmische Klänge mit akustischen und elektronischen Instrumenten. Das wurde schon als Folk-Hop oder Electronic Soul und Funk beschrieben, aber am besten hört man sich einfach an, was wir fabrizieren.
Wie seid ihr eigentlich zusammengekommen?
In den 90er Jahren haben wir alle bei einer alternativen Plattenfirma gearbeitet: David war Tourmanager und Ramir und JFK spielten in verschiedenen Bands. Nachdem der Verlag pleite ging, gingen wir getrennte Wege. Ende 1999 haben David und Ramir dann beschlossen, ein neues Projekt auf die Beine zu stellen. Wir waren auf der Suche nach einem Keyboarder und sind daher mit JFK in Kontakt getreten. Er wollte gern mit uns spielen, aber nur, wenn er auch live am Klavier auftreten konnte. Erst später wurde uns klar, dass das keine so gute Entscheidung war. Man glaubt ja gar nicht, wie schwer so ein Klavier ist!
Welche Künstler und Bands haben euch beeinflusst?
Beck, Asian Dub Foundation, EL&P, David Bowie, The Beatles, Sly & The Family Stone, DJ Shadow, Coldcut, Eels, Beastie Boys, Roni Size, Black Sabbath, Goldie, DJ Krush, The Flaming Lips, Super Furry Animals, Hot Chip, Saul Williams, Funkadelic, Curtis Mayfield, Soulwax, James Brown, Parliament, George Clinton, The Who, Led Zeppelin, Yes, Primal Scream, Four Tops, 4Hero, Alice in Chains, Soundgarden, Mudhoney, Quantic, James Taylor Quartet, De Facto, Gnarls Barkley, Medeski Martin & Wood, DJ Food, Kid Koala, Nightmares on Wax, Up Bustle & Out, Ninja Tune Crew, Mo' Wax Crew ... Nur Flamenco mögen wir nicht.
Welche Themen geht ihr in euren Texten an?
Alles rund um Beziehungen - Liebe, Eifersucht, Freundschaft, Sex, Missverständnisse. Männern und Frauen können miteinander wunderschöne, aber auch extrem schlimme Dinge erleben.
Eure Musik ist momentan über Movement zugänglich (erhältlich im PlayStation Store). Wie sehr verändern das Internet und Downloads die Musikindustrie?
Heutzutage können Bands wesentlich schneller mit ihren potenziellen Fans, mit Promotern, Managern usw. in Verbindung treten. In der Vergangenheit wäre eine Band wie wir nur in der unmittelbaren Umgebung bekannt gewesen. Jetzt sind wir alle weltweit miteinander verbunden und alles geht viel schneller. Doch das heißt nicht automatisch, dass es auch immer einfacher ist. Alternativ-Musiker müssen immer noch schwer arbeiten, um bekannt zu werden.
Wie wird eurer Meinung nach allgemein Musik aus eurem Land wahrgenommen?
Es gibt eine Untergrundszene, die vielversprechend scheint. Die Bands touren viel und bringen ihre Musik einem weiten Publikum nahe. Wir glauben, dass diese Bands auch bald einen hohen Bekanntheitsgrad erreichen werden. Hoffentlich können wir auch anderen Musikrichtungen als Flamenco oder Volksmusik in Spanien und über die Grenzen hinaus zu Popularität verhelfen. Das Internet hat uns immerhin schon Fans von China bis nach Mexiko beschert.
| Datum: | 14/08/08 |
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| Kategorie: | News |
