Wer wird überleben, wenn die Welten von "Mortal Kombat" und DC Comics aufeinanderprallen? Mach dich auf Superkämpfe, Superkräfte und Superhelden gefasst, wie nur Midway sie bieten kann.
Die Macher des Beat'em ups "Mortal Kombat" sind es gewohnt, mit vernichtenden Kritiken umzugehen. Daher waren sie vor der Bekanntgabe der verblüffenden Cross-over-Idee mit dem brutalsten Kampfspiel aller Zeiten und den weltberühmten Comic-Helden von DC Comics auf alles gefasst. Wie können Superman und Batman überhaupt besiegt werden? Können weiterhin MKs legendäre Todestechniken angewendet werden? Wie kann das überhaupt alles funktionieren?
Die Antworten auf solche Fragen machen weitere Verbesserungen für "Mortal Kombat vs DC" erst möglich ...
Kampferwartungen
Es besteht kein Zweifel daran, dass die ersten Eindrücke von "Mortal Kombat vs DC" befremdlich sind. MK-Aushängeschilder wie Scorpion oder Sub-Zero gegen Comic-Ikonen wie Green Lantern oder Flash kämpfen zu sehen, ist schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Während Comics und Videospiele nun schon seit Jahrzehnten eng miteinander verpflochten sind, so sind Cross-overs wie diese eher selten, insbesondere die beliebten Figuren von DC tauchten im Vergleich zur Konkurrenz von Marvel Comics bisher eher selten in Videospielen auf.
Doch die Zeiten ändern sich. DCs Helden und Bösewichte rücken nun in den Mittelpunkt des Geschehens und treten gegen die brutalsten Kämpfer aller Zeiten an. Das vorläufige Ergebnis macht Appetit auf mehr. Auch wenn die zweidimensionale Action für einige Ausweichmanöver und neue Kampfmechanismen zur dreidimensionalen Action wird, gelingt es "MK vs DC", die Originalität beider Franchises weitestgehend zu wahren.
Die Antwort auf die Frage, wie es dazu kam, dass zwei solche Schwergewichte aufeinanderprallen, ist nicht so leicht zu beantworten, da Midway die Story abgesehen von der eher allgemeinen Information, dass zwei Universen verschmelzen, unter Verschluss hält hält. (Wir wissen jedenfalls schon, dass der magische Superman wirklich von einem MK-Kämpfer besiegt werden kann. Was aber nicht heißt, dass der letzte Sohn Kryptons sein Gesicht verliert ...) Was jedoch das Zustandekommen der ursprünglichen Spielidee anbelangt, zeigt sich Midway erheblich auskunftsfreudiger.
Am Anfang stand das Wort
"Die Idee, gemeinsam ein Spiel zu entwickeln, stammt von einem Mitglied unserer Marketing-Abteilung und einem Mitglied der Führungsetage von Warner Bros. und DC", verrät Hector M. Sanchez Jr., Producer bei Midway. "Midway zeigte sich von der Idee gleich begeistert. Das ist mal etwas anderes."
Die Auswahl der Figuren war für keines der beiden Unternehmen ein Problem. "Wir haben uns entschieden, unsere kultigsten Figuren wie z. B. Scorpion, Liu Kang oder Sub-Zero in den Kampf zu schicken", sagt Sanchez Jr. "Sie sind mit ihren typischen Moves ausgestattet, wurden aber auch weiterentwickelt, wie sich das für Figuren der nächsten Generation gehört."
Für DC treten unter anderem Catwoman, Darkseid, Deathstroke, der Joker, Lex Luthor und Wonder Woman, für Midway Jax, Kano, Sonya Blade und Raiden an. Insgesamt stehen dann ungefähr 22 Figuren zur Auswahl.
Höchststrafe nach DC-Art
Einige zeigten sich besorgt darüber, dass "Mortal Kombat" durch das Zusammengehen mit derart prominenter Comic-Gegnerschaft zum zahnlosen Tiger geraten könnte. Zudem würde es auch etwas merkwürdig wirken, wenn Superhelden wie Batman oder Superman, die noch nie einen Gegner unter die Erde gebracht haben, urplötzlich ganz im Stil von "Mortal Kombat" Köpfe abreißen würden.
"Offensichtlich ist DC sehr daran gelegen, seine Marke zu schützen", so Sanchez Jr. "Jedes Mal, wenn wir einen speziellen Move für eine DC-Figur entwickelt hatten, mussten wir dem Team Videos zusenden und auf die Zustimmung und das Feedback warten. Sie waren allerdings wirklich hilfreich. Zunächst waren sie relativ unnachgiebig, aber als wir ihnen die ersten Videos geschickt hatten, stellten sie fest, dass wir unser Handwerk verstehen. Die Figurenmodelle, das Gameplay und diese Dinge haben sie sehr beeindruckt und so hat sich die Zusammenarbeit wirklich positiv gestaltet."
DC erklärte sich sogar damit einverstanden, dass ihren eigentlich unverwundbaren Superhelden im Verlaufe eines Kampfes sichtbarer Schaden (zerrissene Kleidung, Prellungen usw.) zugefügt werden kann. Und was die tragischen Kampfergebnisse angeht ... das wurde von den Unternehmen bereits ausführlich diskutiert.
Mach ihn fertig!
"Superman und Batman können niemanden umbringen. Sie sind einfach keine Killer, also werden sie auch keine Kämpfe mit tödlichem Ausgang verzeichnen", erklärt Sanchez Jr. "Stattdessen verfügen sie über eine Art 'Finishing Move light', eine Todestechnik ohne Tod. Superman kann beispielsweise seine Gegner buchstäblich in den Boden rammen, wo sie dann zwar kampfunfähig, aber nicht tot sind. Eine nicht ganz so tödliche Todestechnik also, aber immer noch eine mit sehr abschließendem Charakter."
Dies bedeutet allerdings nicht, dass es keine Todestechniken gibt. Die meisten Figuren (DC-Bösewichte und alle MK-Figuren) verfügen über den einen Schlag, der am Ende jeder Runde über Sieg und Niederlage entscheidet. Batmans Erzfeind, der Joker, zückt z. B. zunächst eine Spielzeugpistole und kurz darauf eine richtige, was äußerst treffend seinen Charakter widerspiegelt.
"Manchmal sind gerade die Dinge, die man nicht sieht, am erschreckendsten. Eine Erkenntnis, die uns bei dem nur begrenzt möglichen Einsatz von Gewalt, sehr weitergeholfen hat. Wir haben das beispielsweise mit verwackelter Kameraführung, DualShock-Vibrationen und solchen Dingen umgesetzt. Die Intensität des Games bleibt so gewahrt und das ist schließlich das Wichtigste."
Die (fast) letzte Runde ...
Traditionsliebende "Mortal Kombat"-Fans werden an dem vertrauten Gameplay mit packenden Nahkämpfen, irren Spezial-Moves, abgedrehten Waffen und vielen weiteren Features ihre Freude haben. Zudem stellen neue Kampftechniken wie "Klose Kombat" (eine Nahkampftechnik, die Sanchez Jr. als "interaktiven Wurf" bezeichnet') und "Freefall Kombat" (hier wird im freien Fall gekämpft und versucht eine gute Position für den bevorstehenden Aufprall einzunehmen) unter Beweis, dass sich Midway beim Cross-over mit DC nicht auf seinen Lorbeeren ausruht.
"Mortal Kombat vs DC" startet voll durch und ist bei Weitem nicht nur für Fans ein hochinteressantes Game. "Selbst mit einem 'Teen Rating' (entspricht zumeist einer Altersfreigabe von 16 Jahren in Europa) sind wir in der Lage, ein brutales und packendes Kampfspiel anzubieten", lächelt Sanchez Jr. Dem kann man nach dem bislang Gesehenen nur zustimmen. Mit Midway und DC scheint nichts unmöglich.
"Es ist doch total cool, dass nun Batman gegen Scorpion antreten kann, und sich Figuren wie Superman und der Joker gegenüberstehen", sagt Sanchez Jr. "Ein tolles Erlebnis!"
| Datum: | 22/09/08 |
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| Kategorie: | News |
