Nach einem spektakulären Finale in Berlin geht der begehrte virtuelle Fußballtitel nach Spanien.
Alfonso Ramos aus Sama de Langreo in Spanien wurde nach einem nervenaufreibenden Tag im Sony Center in Berlin vor über 10.500 Zuschauern zum FIFA Interactive Weltfußballer des Jahres 2008 gekürt und verdiente nebenbei ein Preisgeld von 20.000 US-Dollar.
Er besiegte den früheren Titelträger Chris Bullard aus England in der Gruppenphase und ließ sich auch von einer Niederlage gegen den starken Brasilianer Andre Buffo nicht aus der Ruhe bringen und zog souverän ins Halbfinale ein. Hier fand er endgültig zu seiner stärksten Form und ließ dem Amerikaner Michael Ribeiro beim 3:1-Sieg nicht den Hauch einer Chance.
Chris Bullard, früherer FIFA Interactive World Cup-Gewinner, sieht in Ramos einen absolut verdienten Titelträger. "Alfonso hat den Titel wirklich verdient. Er war eindeutig der beste Spieler - und das nicht nur heute, sondern bereits in den vergangenen drei Monaten", sagte er.
Der frühere ghanaische Nationalspieler und erste afrikanische Bundesligaspieler Anthony Baffoe moderierte die Veranstaltung und zeigte sich schwer beeindruckt. "Alle sind genau wie beim richtigen Fußball bis an ihre Leistungsgrenze gegangen", befand er. "Abgesehen von flinken Fingern brauchst du ein gutes taktisches Gespür und ein großes Fußballerherz."
Der FIFA Interactive World Cup ist das offizielle Fußballturnier der FIFA. Die Spieler können sich durch das Spielen von "FIFA 08" für PlayStation 3 auf einer der weltweiten Städte-Veranstaltungen oder durch Online-Spiele qualifizieren.
Auch das Rahmenprogramm der Veranstaltung hatte einiges zu bieten. Die Besucher konnten die neuesten Spiele selber ausprobieren, den Auftritt des deutschen Hip-Hoppers "Das Bo" ebenso wie jenen des Fußballartisten John Farnworth bestaunen, Tischfußball spielen oder einen der vielen anwesenden Fußballstars treffen.
Wo auch immer das Turnier 2009 stattfinden mag - Ramos wird mit Sicherheit seinen Titel gegen hochmotivierte Herausforderer verteidigen müssen.