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Mit Ed Byrne, Creative Director von Zipper Interactive, erfährst du, was in dem unglaublichen Actionspiel "MAG" auf dich zukommt.
Können Sie uns kurz beschreiben, worum es in "MAG" geht?
"MAG" ist der erste Ego-Shooter der Welt, der es möglich macht, dass bis zu 256 Gamer gleichzeitig auf derselben Karte spielen. Die Spieler tauchen in ein dynamisches Kampfgeschehen ein, wie sie es so bislang noch nicht erlebt haben.
Wie kam es zu der Entscheidung, ein Spiel für 256 Spieler zu entwickeln?
Uns hat vor allen Dingen die Herausforderung gereizt, etwas zu entwickeln, was es so vorher noch nicht gegeben hat. Zipper Interactive ist ohnehin für seinen hohen technischen Standard bekannt. Wir waren der Meinung, dass die Einführung eines Modus für 256 Spieler einem Quantensprung gleichkommt. Das Spielerlebnis ist im Vergleich zu dem, was bislang auf dem Markt zu haben ist, ein unglaublicher Fortschritt, und wir wollten einfach etwas ausprobieren, dass sich viele andere Studios zu diesem Zeitpunkt gar nicht trauen würden.
Wie wollen Sie denn verhindern, dass ein Spiel mit so vielen Beteiligten in Chaos ausartet?
Wir haben sehr viel in unserem Studio getestet und die Leute dabei beobachtet, wie sie das Spiel spielen. So war es möglich, Maßnahmen zu ergreifen, um aufkommendes Chaos bereits im Keim zu ersticken. Wir sind dann zu der Erkenntnis gelangt, dass sich hierzu realistische Militärstrukturen mit Truppen und Platoons am besten eignen. Durch diese Strukturen entsteht bei den Spielern niemals der Eindruck von Chaos.
Wie kann man die Soldaten weiterentwickeln bzw. neue Fähigkeiten und Waffen verdienen?
In "MAG" erhält man praktisch für alles, was man tut, Erfahrungspunkte, sei es das Ausschalten von Gegnern oder das Erfüllen von Missionen. Außerdem erhält man zusätzliche Punkte, wenn es sich um eine Zielsetzung handelt, die vom Trupp-Anführer ausgegeben wurde. Diese Punkte können nach jedem Match dazu eingesetzt werden, die Spielfigur aufzuwerten. Es können neue Fähigkeiten erlernt, die Geschicklichkeit im Umgang mit unterschiedlichen Waffen verbessert sowie Upgrades für diese Waffen erworben werden.
Wir haben größeren Wert auf die spielerische Freiheit als auf starre Klassenstrukturen gelegt. Es spricht also nichts dagegen, wenn sich ein Spieler eine schwere Rüstung und ein Maschinengewehr zulegt und gleichzeitig ein Scharfschützengewehr verwenden und andere Kämpfer auf dem Schlachtfeld medizinisch versorgen möchte.
Wie funktioniert denn die Kommandohierarchie auf dem Schlachtfeld und wie werden die Soldaten kontrolliert?
Die Kommandohierarchie hat mit Kontrolle zunächst einmal nichts zu tun. Sie bietet vielmehr einen Anreiz für die Spieler, sich gemeinsam zu organisieren. Man beginnt als Fußsoldat und entwickelt sich mit zunehmender Erfahrung zum Trupp-Anführer, der für sieben weitere Kämpfer in seiner Truppe die Verantwortung übernimmt. Als Nächstes kann man zum Platoon-Anführer aufsteigen und vier Truppen kommandieren, bevor man als leitender Offizier für vier komplette Platoons, sprich 128 Spieler, verantwortlich ist.
Für die Trupp-Anführer geht es allerdings weniger darum, die Truppen zu befehligen, als vielmehr darum, mithilfe bestimmter Tools Anreize zum Erreichen wichtiger Zielsetzungen zu bieten. So richtet beispielsweise ein Trupp-Anführer den Blick aufs Schlachtfeld und wählt für seine Truppe ein bestimmtes Ziel aus. Wird dieses Ziel von den Mitgliedern der Truppe erreicht, so können zusätzliche Erfahrungspunkte für das Ausschalten von sich in der Nähe des Ziels befindenden Gegnern und für das Zerstören des Ziels selbst verdient werden. Außerdem gibt es einen zusätzlichen Bonus, wenn es gelingt, sich in der Nähe des Trupp-Anführers aufzuhalten. Es gibt eine ganze Reihe von Anreizen für das Ausführen von Befehlen sowie das Ausgeben von Befehlen durch die Trupp-Anführer. Es kann jedoch niemand zu Handlungen gezwungen werden.
Uns ist völlig klar, dass es Spieler gibt, die einfach nur gute Soldaten sein wollen und keine Ambitionen haben, in der Hierarchie aufzusteigen. Die Spieler können daher selbst entscheiden, ob sie Truppenführer werden möchten oder nicht.
Werden unfähige Anführer bestraft?
Natürlich werden nicht alle Trupp-Anführer brillant sein. Einige bevorzugen es sicherlich, gar nicht oder nur kurzfristig in diese Rolle zu schlüpfen. Daher wird es zu jedem Zeitpunkt eine Standardzielsetzung geben. Ein Umstand, der Trupp-Anführern zugutekommt, die es vorziehen, sich eher am Kampfgeschehen zu beteiligen. So wird es auch einfacher für die anderen Truppenmitglieder, sich in der Nähe ihres Anführers aufzuhalten und Bonusse zu kassieren.
Wie funktioniert der Wiederauferstehungsprozess in "MAG"?
Wir haben eine relativ kurze Wiederauferstehungsspanne ins Spiel integriert. Wird also ein Spieler ausgeschaltet, kann er von einem Sanitäter wiederbelebt werden und auf das Schlachtfeld zurückkehren. Es wird ein Countdown angezeigt, an deren Ende Truppenmitglieder, die kürzlich das Zeitliche gesegnet haben, gemeinsam zurückkehren.
Bei größeren Matches sind die Wiederbelebungsmechanismen mit bestimmten Fahrzeugen verknüpft. Einige Truppen kehren an APCs ins Leben zurück, mobilen gepanzerten Wiederbelebungspunkten, die taktisch positioniert werden können, beispielsweise direkt an vorderster Front. In diesen riesigen Spielen können sich später dann auch Truppenmitglieder per Fallschirmsprung aus einem mit Minikanonen ausgerüsteten Hubschrauber buchstäblich ins Kampfgeschehen stürzen. Unsere Wiederbelebungsmechanismen sind also weit mehr als nur die profane Rückkehr auf die Karte.
Gibt es die Möglichkeit, gemeinsam mit Freunden Truppen zu bilden?
Ja natürlich. Einmal ins Spiel eingestiegen, können über das PlayStation Network Einladungen verschickt bzw. angenommen werden. Es war uns wichtig, dass Freunde in derselben Truppe landen. Dies ist beispielsweise auch dann kein Problem, wenn sieben Freunde gleichzeitig online sind.
Kann auch allein gespielt werden?
Es kann in allen möglichen Varianten gespielt werden, egal, ob man Lust hat, einfach nur für zehn Minuten durch die Gegend zu ballern, oder ob man sich auf ein langes strategisches Match freut. Es werden auch Clans unterstützt. Für diejenigen, die so richtig ins Geschehen von "MAG" eintauchen möchten, gibt es die Möglichkeit, sich einem Clan anzuschließen und online neue Freunde zu gewinnen.
Welche Tipps können Sie Neueinsteigern geben?
Am besten geht man an "MAG" heran, wie an jeden anderen Shooter auch. Es kommt auf genaues Zielen und schnelle Reaktionen an. Ich denke, der beste Weg ist es, mit dem Sturmgewehr loszulegen, ein paar Granaten einzusammeln und sich erst einmal im Hintergrund aufzuhalten. Schließlich wimmelt es im Spiel nur so von erfahrenen Kämpfern, die nur darauf warten, Neueinsteiger zu halten. Mit zunehmendem Spielverlauf entwickelt man dann seine Fähigkeiten weiter und erhält bessere Ausrüstung für den Nahkampf sowie modernere Waffen wie z. B. das Scharfschützengewehr.
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| Datum: | 18/08/09 |
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| Kategorie: | News |

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