Eine Einführung in die verrücktesten Geländerennen der Welt.
Bereits seit den 60er Jahren sind Geländerennen zu einem globalen Phänomen geworden, bei dem Fahrer nicht nur gegen Fahrer, sondern zusätzlich gegen Umwelteinflüsse unterschiedlichster Art zu kämpfen haben. Heutzutage werden Festivals überall auf der Welt ausgetragen, wobei die Strecken immer wilder und gefährlicher werden. Große wie kleine Fahrzeuge bahnen sich mit der Absicht, um jeden Preis als Erstes die Ziellinie zu erreichen, ihren Weg durch felsige Gebirgsketten, unfreundliche Wüstenlandschaften und weitläufige Sandstrände.
Ab November 2008 hast du mit dem exklusiv für PlayStation 3 erscheinenden MotorStorm Pacific Rift selbst Gelegenheit, an den Rennen teilzunehmen. Um dir schon einmal einen Vorgeschmack auf dieses rasante Game zu geben, stellen wir dir die fünf gefährlichsten Geländerennen der Welt vor.
Finke Desert Race (King of the Desert) - Australien
Das zweitägige Rennen durch die australische Wüste, das seit 1976 jedes Jahr im Juni ausgetragen wird, führt auf sehr wechselhaftem Untergrund an einer alten Eisenbahnstrecke entlang, die sich durch rote Erde, Wüstensand, Spinifex-Gräser, Mulgas und Wüstenkasuarinen schlängelt und den Finke River überquert. 600 Teilnehmer kämpfen auf dem 460 Kilometer langen Kurs, der ursprünglich für Motorradrennen gedacht war, um den Sieg.
Aufgrund der zunehmenden Popularität des Rennens wurden irgendwann auch Autos und Buggys zugelassen, die sich seither einen leidenschaftlichen Kampf um den Titel des "King of the Desert" (König der Wüste) liefern. In elf aufeinanderfolgenden Jahren waren die Motorräder zu schnell für die Autos. 1999 überquerte allerdings ein Buggy als Erster die Ziellinie und sicherte sich unangefochten den Sieg. 2005 wurde das Rennen dann in Klassen für Motorräder und Autos unterteilt. Inoffiziell wird allerdings klassenübergreifend weiter darum gefochten, wer das Rennen am schnellsten beendet.
Weston Beach Race - England
In seinem mittlerweile 24. Jahr lockt Englands größtes Geländerennen mehr als 800 Fahrzeuge, darunter Quads, Seitenwagen und Motorräder in das Küstenstädtchen Weston-super-Mare. Die Rennfahrer messen sich in einem dreistündigen Rennen auf einem anspruchsvollen, holprigen Kurs voller Dünen, Wasserlöcher und gefährlicher Sprünge.
Die Strecke führt direkt an der Küste entlang und hält viele enge Kurven bereit, bevor sie auf eine flache Strandpassage führt, die sowohl den Geländerennfahrern als auch ihren Maschinen alles abverlangt. Zu den Gewinnern der letzten Jahre zählt unter anderem der zehnfache Motocross-Weltmeister Stefan Everts. Obwohl der Konkurrenzkampf zwischen zwei- und vierrädrigen Rennuntersätzen in vollem Gange ist, kann kein Zweifel daran bestehen, dass die beliebten Strandgeländerennen eher etwas für Motorräder sind.
Enduropale du Touquet - Frankreich
Das französische Örtchen Le Touquet ist seit 1975 Austragungsort des weltweit größten Geländerennens. Heutzutage nehmen alljährlich mehr als 1.000 Motorräder und Quads an dem dreistündigen Rennen teil, zu dem sich mehr als 250.000 Zuschauer einfinden. Die Veranstaltung, die jedes Jahr im Februar stattfindet, ist ernstzunehmender Wettbewerb und gesellschaftliches Ereignis zugleich. Ganze Familien, Motocross-Fans und Partylöwen verwandeln das kleine, aber feine Küstenörtchen in ein einziges Meer aus Motorrädern, Quads und Zuschauern. Der Kurs erstreckt sich über 16 Kilometer entlang des Strands von Le Touquet und vorbei an den Ortschaften Stella Plage und Merlimont, wo das Zuschaueraufkommen zwar etwas nachlässt, die prächtige Kulisse der französischen Küste aber umso stärker beeindruckt.
Laughlin Desert Challenge - USA
Die beliebte US-Veranstaltung hat seit seiner Einführung 1995 unzählige Motorsportfans und Rennfahrer angezogen und wird von SCORE International Off-Road Racing ausgerichtet. Das Rennen, das an zwei Tagen in einem kleinen Wüstenort nahe des Colorado Rivers ausgetragen wird, wartet mit 150 der weltweit besten Geländerennfahrer auf, unter denen sich viele frühere Gewinner des Baja 1000-Rennens befinden.
Die größte Attraktion dieser Veranstaltung ist die provisorische Arena, in der sich sowohl der Start- als auch der Zielbereich befinden. Die Rennen, die auf einem fast 18 Kilometer langen Rundkurs durch Felsen- und Wüstenlandschaften ausgetragen werden, warten mit 16 unterschiedlichen Klassen für Autos und Trucks auf, die wiederum in sieben heiß umkämpfte Gruppen unterteilt sind.
Baja 1000 - Mexiko
Das nun schon 46 Jahre alte Rennen Baja 1000 wurde erstmals 1962 ausgetragen. Damals traten zwei Fahrer pro Motorrad zu einem 1.530 Kilometer langen Rennen von Tijuana nach La Paz an, das durch Felsen, Sand, ausgetrocknete Flussbetten, Rinderherden, Gebirgspässe und über geteerte Straßen führte. Die Siegerzeit betrug damals 39 Stunden und 56 Minuten, und beide Fahrer berichteten anschließend davon, während des Rennens dem Tod mehrfach nur knapp entkommen zu sein.
1967 wurde der Rekord von einem Buggy um mehr als fünf Stunden unterboten, was die Unterteilung des Wettbewerbs in Klassen für Fahrzeuge mit zwei und vier Rädern zur Folge hatte. Im folgenden Jahr wurde die Veranstaltung dann erstmals von der National Off-Road Racing Association (NORRA) ausgerichtet und zog sowohl Motorräder als auch vierrädrige Fahrzeuge wie Autos, Trucks, Quads, Dünenbuggys und viele andere an. Heute wird das Rennen noch immer von der SCORE International Off-Road Racing organisiert, und dank denkwürdiger Rennverläufe und spektakulärer Unfälle zählt es unbestritten zu den weltweit brutalsten Geländerennen.
Falls diese Rennen jetzt dein Interesse geweckt haben, solltest du dir am besten selbst einen entsprechenden Rennuntersatz oder den exklusiven PS3-Titel MotorStorm Pacific Rift zulegen. Das Game wartet mit 16 abwechslungsreichen Strecken, acht Fahrzeugklassen (inkl. des brandneuen Monstertrucks) sowie einer unglaublichen Tropenkulisse auf und steht seinen realen Vorbildern in nichts nach.