Merci Miss Monore, die italienische Band, von der seit Kurzem Videos im PlayStation Store zur Verfügung stehen, erzählt uns von ihrer Musik.
Der Name der Band besteht aus drei Wörtern, die jeder kennt, und die alle mit dem Buchstaben "M" anfangen. Merci Miss Monroe wurde Silvester 2000 gegründet und hat seitdem bei Ghost Records zwei Alben veröffentlicht.
Wie würdet ihr eure Musik jemandem beschreiben, der sie noch nie gehört hat?
Diese Frage wird Musikern immer wieder gestellt. Unsere Musik könnte man als Rock mit einer Prise Pop bezeichnen. Sie hat ein bisschen etwas von Garagenrock, aber auch definitiv eine ausgeprägte poppige Note.
Die Kombination funktioniert auf alle Fälle sehr gut - ganz ohne Elektronik übrigens. Wir zielen darauf ab, grundlegende Gefühle wie Liebe, Angst, Traurigkeit, Glück oder Einsamkeit bei unseren Zuhörern anzusprechen.
Wie seid ihr eigentlich zusammengekommen?
Es fing damit an, dass Matteo (Gitarre), Davide (Gesang) und Fabio (Bass) sich entschlossen, ein Projekt zu starten, bei dem sie nur spielen wollten, was ihnen gefällt. Zu dieser Zeit waren die drei noch in unterschiedlichen Bands. So entstanden unsere ersten Songs wie von alleine und wir hatten schnell genügend Material für unser erstes Album zusammen, noch bevor wir live aufgetreten sind. Wir hatten zunächst einige Probleme, den richtigen Drummer zu finden. Aber mit dem jetzigen ist uns schließlich ein richtiger Glücksgriff gelungen.
Welche Bands haben euch beeinflusst?
Wir profitieren sehr stark von den unterschiedlichen Einflüssen der einzelnen Bandmitglieder, die dann jeder beim Komponieren einbringt. In unserer Musik vereinen sich, ohne dass wir es beabsichtigen, vor allem Britpop und amerikanischer Indie-Rock, wodurch ein ganz eigener Sound entsteht, den unsere Fans jederzeit wiedererkennen.
Welche Themen geht ihr in euren Texten an?
Die Songtexte unseres ersten Albums handeln von Dingen, mit denen wir uns damals beschäftigt haben: sich verlieben, erwachsen werden, eine eigene Persönlichkeit entwickeln, Spaß haben usw. Mit dem zweiten Album haben wir einen persönlicheren, freieren Weg gefunden, Texte zu schreiben. Die Themen sind eigentlich immer dieselben, aber wir beschreiben Situationen und Gefühle etwas freier und bildhafter.
Eure Musik ist momentan über Movement zugänglich (erhältlich im PlayStation Store). Wie sehr verändern das Internet und Downloads die Musikindustrie?
Das Internet sollte als Möglichkeit betrachtet werden, seine Musik auch Menschen vorstellen zu können, die man ansonsten gar nicht erreichen könnte. Der Versuch, das Downloaden von Musik zu verhindern, ist sehr überholt und engstirnig. Wir haben uns sehr darum bemüht, unsere Musik im Internet zu verbreiten, und als Ergebnis stellen wir fest, dass immer mehr Leute auf unseren Konzerten unsere Texte mitsingen können. Das ist schon ein tolles Gefühl.
Wie wird eurer Meinung nach allgemein Musik aus eurem Land wahrgenommen?
In Italien hat klassische Musik eine lange Tradition und steht in der Musikhierarchie immer noch ganz oben. Moderne Musik wurde im vergangenen Jahrhundert in Italien erst viel später wahrgenommen als in anderen Ländern wie z. B. Großbritannien. Es ist jedoch toll zu sehen, dass Indie-Musik in letzter Zeit einen kleinen Aufschwung erlebt. In unserem Land werden aufkommende Trends normalerweise vom Mainstream erstickt.
Geht ihr dieses Jahr auf Tour? Sind Festivalauftritte geplant?
Wir sind nach dem Erscheinen unseres zweiten Albums auf Tour gegangen und treten auch immer noch mit den Songs auf. Wir lieben es, auf Festivals zu spielen. Sie sind eine hervorragende Möglichkeit, unsere Songs einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Wir treten auch in diesem Sommer auf einigen Festivals auf und werden dort ein paar neue Songs vorstellen und schauen, wie sie bei den Fans ankommen.
Die Movement-Videos von Merci Miss Monroe können im PlayStation Store heruntergeladen werden. Weitere Infos zu Merci Miss Monroe findet ihr auch auf deren MySpace-Seite: myspace.com/mercimissmonroe.